03. März 2026 / 19:30 Uhr  „Egerland-Kulturhaus“

In dem voluminösen und reich illustrierten Werk über „Das heutige Kap der Guten Hoffnung“ (Caput Bonae Spei Hodiernum, 1719) behandelt der Dörflaser Peter Kolb die natürlichen Gegebenheiten, die holländische Kolonie und die afrikanischen Einwohner, die Khoikhoi, die damals als „Hottentotten“ bezeichnet wurden. Vielfach übersetzt und bearbeitet, beeinflusste sein Standardwerk das europäische Afrikabild. Von besonderem Interesse ist Kolbs Versuch, die üblichen negativen Klischeebilder von den „Hottentotten“ zu korrigieren.

Andreas Henkel stellt Kolbs Kap-Werk und seine europäische Rezeption ausführlich vor und geht auch auf die weitere Entwicklung des Bildes von den „Hottentotten“ ein, die vielfach einen krassen Rückschritt hinter Kolbs frühaufklärerische Positionen bedeutete.